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	<title>tinowagner.com // Blog &#187; Sprache</title>
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	<description>Dies und das.</description>
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		<title>Was ein H&#228;kchen werden will, mu&#223; sich beizeiten kr&#252;mmen.</title>
		<link>http://blog.tinowagner.com/2007/10/09/was-ein-haekchen-werden-will-muss-sich-beizeiten-kruemmen/</link>
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		<pubDate>Tue, 09 Oct 2007 06:27:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Fundstücke]]></category>
		<category><![CDATA[Sprache]]></category>

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		<description><![CDATA[Gefunden in KHM 4, M&#228;rchen von einem, der auszog das F&#252;rchten zu lernen der Gebr&#252;der Grimm:

Was ein H&#228;kchen werden will, mu&#223; sich beizeiten kr&#252;mmen.

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gefunden in <span class="caps">KHM</span> 4, <a href="http://gutenberg.spiegel.de/?id=5&#38;xid=969&#38;kapitel=104&#38;cHash=b2042df08bfuerchte">M&#228;rchen von einem, der auszog das F&#252;rchten zu lernen</a> der Gebr&#252;der Grimm:</p>
<blockquote>
<p>Was ein H&#228;kchen werden will, mu&#223; sich beizeiten kr&#252;mmen.</p>
</blockquote>
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		<title>Da haben wir&#8217;s! Wir schreiben, wie wir wollen.</title>
		<link>http://blog.tinowagner.com/2004/08/11/da-haben-wirs-wir-schreiben-wie-wir-wollen/</link>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2004 18:34:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Fiktion]]></category>
		<category><![CDATA[Glosse]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich setze mich in die Zeitmaschine. Der Zug in die Zukunft ist schon lange abgefahren, ich m&#246;chte in die andere Richtung. Ich sei ein guter Zeitreisender, meinte mein Fahrlehrer damals. Damals, als wir noch gro&#223;- und kleinschreiben durften.
Vor f&#252;nfzig Jahren gab es eine aberwitzige Debatte in Deutschland: Das Esszett wurde gerade abgeschafft, da wollten es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich setze mich in die Zeitmaschine. Der Zug in die Zukunft ist schon lange abgefahren, ich m&#246;chte in die andere Richtung. Ich sei ein guter Zeitreisender, meinte mein Fahrlehrer damals. Damals, als wir noch gro&#223;- und kleinschreiben durften.</p>
<p>Vor f&#252;nfzig Jahren gab es eine aberwitzige Debatte in Deutschland: Das Esszett wurde gerade abgeschafft, da wollten es die Verlage wieder. Politiker stritten sich darum, wie denn nun zu schreiben sei. Und sie kamen zu keiner Entscheidung. Entscheidungslosigkeit, das hei&#223;t in der Demokratie, das Alte beibehalten. Das Alte war in diesem Fall das Neue, die neue Rechtschreibung, eingef&#252;hrt Ende des letzten Jahrtausends, verbindlich ab 2005.</p>
<p>So blieben wir beim Neuen. Ich durfte »da&#223;« mit Doppel-s schreiben, alleinstehende M&#252;tter waren nun »allein stehend« und vereinsamten in der W&#252;ste. Die Anti-Fraktion hatte verloren, Deutschland war reformfreudig und die Politiker freuten sich &#252;ber ihren Erfolg.</p>
<p>Jetzt, f&#252;nfzig Jahre sp&#228;ter, reformieren die n&#228;chsten. Sie wollen die Kleinschreibung bei Substantiven einf&#252;hren. Eigennamen und der Satzanfang bleiben gro&#223;. Das Esszet f&#228;llt weg. Braucht ja jetzt sowieso keiner mehr: W&#246;rterb&#252;cher lassen wir einstampfen, denn heute schreibt man, wie&#8217;s einem gef&#228;llt &#8212; also eher phonetisch.</p>
<p>Da mach ich nicht mit! Ich bin der einzige denkende. Andere brauchen ja nicht mehr rechtschreiben. Ich bin ein &#220;berbleibsel der alten Fraktion, ging schon damals bei der Reform nicht mit.</p>
<p>Ich reise zur&#252;ck in die Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts. Ich stelle mich quer. Ich bombardiere die Politiker mit Briefen &#252;ber die Unsinnigkeit einer Reform. Ich erz&#228;hle ihnen, was passieren wird, wie die Menschen denken werden, wozu sie imstande sind.</p>
<p>Werden sie mich h&#246;ren, werden sie mir glauben, werden sie mich verstehen?</p>
<p>Sie werden. Sie m&#252;ssen. Ein Volk wird sich mir anschlie&#223;en, um die Sprachkultur zu retten. Wer will schon schreiben wie vor f&#252;nfhundert Jahren? Schreiben, wie&#8217;s einem gef&#228;llt, schreiben, ohne nachzudenken, nur f&#252;r sich.</p>
<p>Ja, die Politiker m&#252;ssen mir einfach glauben! Wenn ich ihnen Texte der Reformreform zeige, werden sie alles zur&#252;cknehmen:</p>
<blockquote><p>»Main liber her fogel,<br />
hirmit bite ich si herzlich, die rechtshraibreform zuruek zu nemen. Tekste sint unlesbar gewordn. Shuelaer koenen kaine alten tekste mer lesn. Tomas Man kent kainer mer. Goete &#8212; wer wa das?<br />
File gruese,<br />
her mair«</p></blockquote>
]]></content:encoded>
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		<title>Deppen Leer Zeichen</title>
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		<pubDate>Wed, 11 Aug 2004 01:13:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Apostroph]]></category>
		<category><![CDATA[Deppenleerzeichen]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ihr kennt den t&#252;ckischen Apostroph; »Die Hit&#8217;s des Monat&#8217;s«, CD&#8217;s, Handy&#8217;s, Game&#8217;s, die Meyer&#8217;s, Bauer´n Hof? Die Apostroph-Gruselgalerie zeigt hunderte dieser H&#228;kchen.
So schlimm der falschverwendete Apostroph uns Sprachpflegern entgegenspringt, so schlimm finden wir Leerr&#228;ume, wo eigentlich Bindestriche oder eben »nichts« stehen m&#252;&#223;te.
Beispiele


»Buch Laden«
»W&#252;rfel Zucker«
»M&#228;dchen oder Knaben Slip«
»Park Pl&#228;tze«
»Mitglieder zu wachs«



Martin Pittelkow von Deppenleerzeichen.de nimmt sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ihr kennt den t&#252;ckischen Apostroph; »Die Hit&#8217;s des Monat&#8217;s«, CD&#8217;s, Handy&#8217;s, Game&#8217;s, die Meyer&#8217;s, Bauer´n Hof? Die <a href="http://apostroph.de/galerie.php">Apostroph-Gruselgalerie</a> zeigt hunderte dieser H&#228;kchen.</p>
<p>So schlimm der falschverwendete Apostroph uns Sprachpflegern entgegenspringt, so schlimm finden wir Leerr&#228;ume, wo eigentlich Bindestriche oder eben »nichts« stehen m&#252;&#223;te.</p>
<h3>Beispiele</h3>
<p></p>
<ul>
<li>»Buch Laden«</li>
<li>»W&#252;rfel Zucker«</li>
<li>»M&#228;dchen oder Knaben Slip«</li>
<li>»Park Pl&#228;tze«</li>
<li>»Mitglieder zu wachs«</li>
<p>
</ul>
<p>
Martin Pittelkow von <a href="http://deppenleerzeichen.de">Deppenleerzeichen.de</a> nimmt sich dem Problem an und hat eine Bildgalerie dazu angelegt.</p>
<p>Philipp Oelwein nennt diese Krankheit <a href="http://agopunktion.de">Agopunktion</a> und stellt ebenfalls eine gro&#223;e <a href="http://agopunktion.de/galerie.php">Galerie</a> bereit.</p>
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		<title>Rechtschreibreform: gescheitert?</title>
		<link>http://blog.tinowagner.com/2004/08/10/rechtschreibreform-gescheitert/</link>
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		<pubDate>Tue, 10 Aug 2004 20:28:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Tino Wagner</dc:creator>
				<category><![CDATA[Sprache]]></category>
		<category><![CDATA[DUDEN]]></category>
		<category><![CDATA[Konservativität]]></category>
		<category><![CDATA[Rechtschreibung]]></category>

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		<description><![CDATA[Letzten Samstag habe ich im Linuxforum eine Diskussion zur Rechtschreibdebatte gestartet:
 Hallo!
Soeben las ich im Online-Spiegel:  der SPIEGEL-Verlag und die Axel Springer AG kehren zur klassischen Rechtschreibung zur&#252;ck. Ein mutiger Schritt, wie ich finde, und ein folgentr&#228;chtiger ohnehin. Die S&#252;ddeutsche Zeitung &#252;berlegt, zu folgen, andere Verlage wollen auch nachziehen. Die Duden-Redaktion h&#228;lt fest an [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Letzten Samstag habe ich im <a href="http://linuxforen.de">Linuxforum</a> eine <a href="http://www.linuxforen.de/forums/showthread.php?t=147133">Diskussion zur Rechtschreibdebatte</a> gestartet:</p>
<blockquote><p> Hallo!</p>
<p>Soeben las ich im Online-Spiegel:  <a href="http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,311777,00.html">der SPIEGEL-Verlag und die Axel Springer AG kehren zur klassischen Rechtschreibung zur&#252;ck</a>. Ein mutiger Schritt, wie ich finde, und ein folgentr&#228;chtiger ohnehin. Die S&#252;ddeutsche Zeitung <a href="http://sueddeutsche.de/kultur/artikel/701/36665/">&#252;berlegt, zu folgen</a>, andere Verlage wollen auch nachziehen. Die <a href="http://www.faz.net/s/RubF7538E273FAA4006925CC36BB8AFE338/Doc~E689EB01AA40C402383026CBF1FDE043C~ATpl~Ecommon~Scontent.html">Duden-Redaktion h&#228;lt fest an den neuen Regeln</a>; nat&#252;rlich: die n&#228;chste Auflage des Dudens ist auch schon gedruckt und m&#252;&#223;te nun verworfen werden.</p>
<p>Ich bin aufgewachsen als ein Kind der alten Rechtschreibung, mu&#223;te nach der Grundschule nach den neuen Regeln schreiben, lebe seitdem sehr gut mit einem Gemisch aus alten und neuen Regeln. Die neue Regel f&#252;rs Esszett finde etwa sehr sch&#246;n. Nach wie vor h&#228;&#223;lich finde ich die neuen Regeln der Getrennt- und Zusammenschreibung, der Gro&#223;- und Kleinschreibung und auch »Vereinfachungen« der alten Kommaregeln.</p>
<p>N&#228;chstes Jahr mu&#223; ich mein Abitur nach der neuen Rechtschreibung verfassen; mein Jahrgang ist damit der erste. Schreibe ich nach der klassischen deutschen Rechtschreibung, wie nun schon die Mehrzahl der deutschen Zeitungen wieder schreibt, werden mir Fehler angerechnet. Solche Fehler sind keine und versteht keiner.</p>
<p>Lehrer haben die neue Rechtschreibung nie verstanden. Sie waren sogar zu d&#228;mlich, die alten Regeln zu befolgen.<br />
Ich erinnere mich an eine Episode aus dem Deutschunterricht: wir bekamen Aufs&#228;tze zur&#252;ck, meine Lehrerin bemerkte einen Fehler: im Aufsatz habe ich »auf das« zu »aufs« verk&#252;rzt. Sie schrieb mir ihre Variante daneben: »auf&#8217;s«. Gelacht, gem&#228;kelt, und ich meldete das. Sie wollte mir nicht glauben, da&#223; man »aufs« schon seit jeher zusammenschreibt, ohne Apostroph. Zu meiner Verteidigung durfte ich einen Duden holen. Ich zeigte ihr die Stelle, und ihr Mund &#246;ffnete sich weit. Die Zusammenschreibung ist in diesem Fall nicht nur m&#246;glich, sondern sogar Pflicht. Sie hat mir also etwas richtiges angestrichen und erst durch ihre Korrektur einen Fehler daraus gemacht.<br />
Seitdem verstehe ich mich mit dieser Lehrerin blendend, wir haben jeden Streit begraben. Sie ist sogar eine, die die neuen Regeln nie befolgte. Sie schrieb schon immer nach den alten Regeln.</p>
<p>In der Sekundarstufe II deutscher Gymnasien steht Rechtschreibung &#252;brigens nicht mehr zur Debatte, stattdessen lernen die Sch&#252;ler Literatur kennen; auch wichtig, aber ist es nicht wichtiger f&#252;r ihre Zukunft, da&#223; sie regelkonform schreiben k&#246;nnen? Ich kann versichern, da&#223; das die wenigsten tun. Die wenigsten kennen den Unterschied zwischen »dass« bzw. »da&#223;« und »das«, schreiben &#252;berall, wo ein Relativpronomen hingeh&#246;rt, fr&#246;hlich »dass«.</p>
<p>F&#252;r Sch&#252;ler mag dieser R&#252;ckschritt Lernarbeit bedeuten: n&#228;mlich die alten Regeln wieder ins Ged&#228;chtnis zu rufen, oder sie erst zu lernen &#8212; f&#252;r die &#228;lteren unter uns bedeutet dieser R&#252;ckschritt jedoch einen Fortschritt. Wir tun das, was die Rechtschreibreform wollte; wir f&#252;hren die F&#228;den zusammen und vereinheitlichen die Rechtschreibung wieder.</p>
<p>Den Band meiner »Neuen Deutschen Rechtschreibung« kann ich in wenigen Monaten sicher im K&#252;cherschrank verstauben lassen. Ich freue mich auf eine Neuregelung der alten deutschen Rechtschreibung, auf eine neue Esszett-Regelung, auf ein einheitliches Deutsch.</p>
<p>(Mu&#223;te mich ganz sch&#246;n anstrengen, damit die alten Esszett-Regeln in diesem Beitrag greifen.)</p></blockquote>
<p>
Bis jetzt gab es dort 92 Antworten. Dabei sind die meisten <strong>f&#252;r</strong> eine R&#252;cknahme der Rechtschreibreform <img src='http://blog.tinowagner.com/wp-content/plugins/smilies-themer/Silk/emoticon_smile.png' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
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